Liebe in der Not

Rheinpfalz, Ausgabe vom 20. Februar 2021, von Sigrid Ladwig.

In unsicheren Zeiten brauchen Künstler schon gehörigen Optimismus, um einen Terminkalender aufzustellen. Wir haben uns umgehört: Wie planen hiesige Theaterbühnen für die kommenden Monate?

Das „Theader Freinsheim“ setzt gerade jetzt auf ein großes Wort: Das gesamte Jahresprogramm steht unter dem Motto „Liebe“. Drei Produktionen sollen laut Leiterin Anja Kleinhans „die darin verborgene Kraft wieder mehr freilegen“.

Zuversichtlich macht die Schauspielerin besonders eine Bewilligung innerhalb des Förderprogramms „Take Action“. Die Zusage kam für ihr neues Projekt zum Freinsheimer Theader-Sommer. Unter dem Titel „Liebe“ verfasst sie selbst ein Episoden-Stück für die Besetzung mit vier Schauspielern und drei Musikern. Die Regie der Freilicht-Inszenierung soll wieder in den Händen von Uli Hoch liegen.

Die erfreuliche Förderzusage kam vom Bundesfonds für Darstellende Künste, Fonds Daku genannt, wobei das Theader untermehreren Tausend Anträgen ausgesucht wurde. Zudem wird das Stück als kommunales Kulturprojekt wieder von der Stadt Freinsheim und dem Kulturministerium in Mainz unterstützt. „Weiterer wichtiger Förderer wird auch diesmal die Sparkasse Rhein-Haardt sein“, ergänzt Anja Kleinhans.

„Die unsichere Situation bremst uns schon aus“

Ab Mai soll geprobt werden und auch die insgesamt 18 Vorstellungstermine ab dem 17. Juni stehen schon fest. Außerdem hat Anja Kleinhans für ihre vorjährige Aufführung „Ohne Gesicht“ eine weitere Förderzusage vom Kultursommer Rheinland-Pfalz erhalten. Wegen der Einschränkungen 2020 läuft er in diesem Jahr nochmals unter dem Motto „Kompass Europa: Nordlichter“. „So können wir die Inszenierung im April/Anfang Mai wieder aufnehmen und ab 5. Mai noch insgesamt achtmal Open Air anbieten“, freut sich die Theader-Leiterin.

Ebenfalls als Freilicht-Aufführung ist das dritte Stück geplant, das Anja Kleinhans ein „neues theatrales „Wagnis“ nennt. Wahrscheinlich ab September wird „Glückliche Tage“ von Samuel Beckett an der Stadtmauer gespielt – unter Regie von Christian Birko-Flemming, der auch mit Anja Kleinhans auf der Bühne stehen wird.

Bei aller optimistischen Planung bleibt für die Künstler immer die bange Frage im Raum, inwieweit öffentliche Aufführungen im Rahmen der Pandemie möglich sind. Das trifft auch für das Wachenheimer Theater Noltenius zu. „Die unsichere Situation bremst uns schon aus“, stellt Theaterleiterin Coralie Wolff bedauernd fest.

In diesem Jahr vielleicht eine Garten-Lesung?

Im Vorjahr hat die Wachenheimerin zusammenmit dem Café Culturey das Projekt „Kleine Heimaten“ organisiert. Dieser Kulturspaziergang fand mit verschiedenen künstlerischen Darbietungen in Wachenheimer Höfen großen Anklang. Da die Veranstaltung nunmehr alle zwei Jahre stattfinden soll, ist in diesem Jahr ein anderes Format angedacht. Coralie Wolff könnte sich beispielsweise eine Garten-Lesung vorstellen, Näheres wird aber noch geplant.

Im September soll in der Lutherischen Kirche eine szenische Lesung mit Klängen stattfinden, die sich um nordische Mythen dreht. Unter dem Titel „Hier spricht Freya! – Eine Göttin packt aus“ liest und spielt Coralie Wolff zusammen mit Musiker Ruppi Barnickel. Die Darbietung ist vorgesehen als Teil einer Wochenendveranstaltung zum genannten Kultursommer- Motto des Vorjahres. In Kooperation mit „Weinkunst Pfalz“ sind in diesem Rahmen Ausstellungen und Vorträge geplant.

Beim Theater an der Weinstraße ist die Planung noch in der Schwebe, hierzu berichten wir deshalb später.

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